Bestimmung der Abrasivität von Gesteinen mit mineralogisch‐petrographischen Verfahren
Ralf J. Plinninger, Heiko Käsling, Till Popp
Abstract
Abstract Der Arbeitskreis AK 3.3 „Versuchstechnik Fels“ der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik e. V. (DGGT) erarbeitet Empfehlungen für felsmechanische Labor‐ und Feldversuche sowie Messungen im Gebirge und an geotechnischen Bauwerken. Die vorliegende Empfehlung Nr. 25 behandelt die Bestimmung von mineralogisch‐petrographischen Kennwerten an Festgesteinsproben zum Zwecke der Abrasivitätsbewertung. Es werden Anforderungen an Prüfeinrichtungen und Probekörper sowie Vorgehensweisen für die Durchführung und Auswertung von Dünnschliff‐ und Pulverröntgendiffraktometeranalysen sowie für die Ableitung verschiedener Indexwerte zur Abrasivitätsbewertung festgelegt. Bei der petrographischen Analyse werden Informationen über Art und Anteile des Mineralinhalts sowie Gefügeeigenschaften eines Gesteins erhoben. Diese Informationen können entweder direkt, z. B. als Quarzgehalt, oder in Form abgeleiteter Indexwerte, z. B. Äquivalenter Quarzgehalt, Schimazek‐Verschleißindex oder Rock Abrasivity Index, zur Charakterisierung der Abrasivität herangezogen werden. In dieser Empfehlung werden der Zweck, die Begriffe, die Prüfeinrichtung, die Anforderungen an den Probekörper und die Versuchsdurchführung und ‐auswertung behandelt.