Design for Manufacturing and Assembly als Entwurfsprinzip für den modularen Betonfertigteilbau
Martin Rettinger, Gabriel Moser, Niklas Frank, Bastian Glasmacher, Felix Hofmann, Jannis Rose, Zlata Tošić, Sven Engel, Patrick Forman, Albert Albers, Alexander Stark, Daniel Lordick, Martin Claßen, Josef Hegger, Mike Schlaich, Peter Mark
Abstract
Abstrakt Während die deutsche Baubranche bereits seit mehreren Jahrzehnten unter einem stagnierenden Produktivitätswachstum leidet, konnten andere produzierende Gewerbe ihre Produktivität mithilfe von Digitalisierung, Automatisierung und Rationalisierung von Herstellungsprozessen um ein Vielfaches steigern. Einen bedeutenden Beitrag zu diesem Produktivitätswachstum leistet das Entwurfsprinzip des „Design for Manufacturing and Assembly“ (DfMA), welches die Planung von Fertigung und Montage als integralen Bestandteil des Entwurfsprozesses versteht und deren Auswirkungen auf Zeit und Kosten von Beginn an systematisch erfasst und bewertet. Auch die Baubranche kann von den Prinzipien des DfMA profitieren und diese beispielsweise in der Gestaltung von industriell vorproduzierten Baustrukturen aus modularen Betonfertigteilen anwenden. Im DFG‐Schwerpunktprogramm 2187 „Adaptive Modulbauweisen mit Fließfertigungsmethoden – Präzisionsschnellbau der Zukunft“ werden solche modulare Bauweisen in einem ganzheitlichen und interdisziplinären Ansatz vom Entwurf über die Fertigungsprozesse bis hin zur automatisierten Qualitätskontrolle und der digitalen Repräsentation untersucht. Der vorliegende Beitrag zeigt auf, wie DfMA hierbei als Prinzip für Entwurf und Gestaltung angewendet wird und welche konstruktiven Lösungen in den einzelnen Teilprojekten des SPP 2187 daraus abgeleitet wurden.