Ökonomische Aspekte der Niederfeld-Magnetresonanztomographie
Jan Vosshenrich, Hanns‐Christian Breit, Michael Bach, Elmar M. Merkle
Abstract
Zusammenfassung Hintergrund Niederfeld-Magnetresonanztomographie(MRT)-Geräte bieten aufgrund niedrigerer Herstellungskosten und geringerer baulicher Anforderungen für Installation und Betrieb eine Chance zur Kostenreduktion. Fragestellung Mögliche Kostenreduktionen in Anschaffung, Einbringung und Unterhalt durch die Verwendung neuer Niederfeld-MRT-Systeme. Material und Methoden Übersicht über die wichtigsten Kostenfaktoren und Evaluierung des Einsparpotenzials eines 0,55-T-Niederfeld-MRT der neuesten Generation im Vergleich zu 1,5‑ und 3‑T-MRT-Systemen in der klinischen Routine. Ergebnisse Im Anschaffungspreis liegt das Einsparpotenzial eines 0,55-T- im Vergleich zu einem 1,5-T-MRT-System bei etwa 40–50 %. Das um 25 % niedrigere Gewicht des Systems verringert die Transportkosten, die geringere Größe des Geräts erlaubt bei einem ebenerdigen Betriebsplatz die Einbringung mittels ferngesteuertem fahrbarem Robotersystem ohne Eröffnung der Außenfassade. Eine Quench-Leitung muss nicht installiert werden. Die Kosten für Einbringung und Installation sind insgesamt bis zu 70 % niedriger als bei Hochfeldsystemen. Die Wartungskosten eines 0,55-T-Geräts liegen etwa 45 % unter denen eines 1,5-T-Geräts bei vergleichbarem Servicevertrag. Weitere potenzielle Kostenreduktionen ergeben sich durch die geringere Raumgröße und einen potenziell geringeren Energieverbrauch für Untersuchungen und Kühlung. Schlussfolgerung Die Verwendung von MRT-Systemen mit niedrigerer Feldstärke bieten großes ökonomisches und ökologisches Potenzial für Kliniken und Praxisbetreiber.