Kinder und Jugendliche möchten über Tod und Sterben reden – Erfahrungen aus Pilotkursen Letzte Hilfe Kids/Teens für 8- bis 16-Jährige
Georg Bollig, Raymund Pothmann, Kirsten Mainzer, Holger Fiedler
Abstract
Zusammenfassung Hintergrund und Ziel Letzte-Hilfe-Kurse können Bürger befähigen, mehr Menschen ein Sterben zu Hause zu ermöglichen. Ziel der Studie ist die Evaluation der neu etablierten Letzte-Hilfe-Kurse für Kinder und Jugendliche. Materialien und Methoden Neun Letzte-Hilfe-Kurse für Kinder und Jugendliche mit insgesamt 128 Teilnehmern von 9–17 Jahren wurden durchgeführt. Die Evaluation basiert auf mixed-methods und erfolgte mittels eines Fragebogens. Ergebnisse 120 von 128 Teilnehmern (94 %) nahmen an der Evaluation teil. Die Teilnehmer schätzten die Möglichkeit, über Tod und Sterben zu reden. 94 % fanden den Kurs hilfreich für alle und 92 % wollen ihn weiterempfehlen. 89 % fanden die Kursinhalte leicht zu verstehen. Schlussfolgerungen und Ausblick Die Kurse für Kids/Teens werden von den Teilnehmern sehr gut angenommen. In Zukunft sollten die Kurse weiter verbreitet und in die Schulcurricula aufgenommen werden, um Informationen und Austausch zu Sterben und Begleitung am Lebensende zu ermöglichen.