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Tabakrauchen und Krebsrisiko

Hans Scherübl

2023Pneumologie13 citationsDOI

Abstract

Zusammenfassung Tabakrauchen ist die wichtigste vermeidbare Krebsursache in Deutschland. Je mehr und je länger jemand raucht, desto stärker steigt sein Krebsrisiko. Wird Tabakrauch kombiniert mit Alkohol, vervielfacht sich das Krebsrisiko. Bis zu 30 % der Krebstodesfälle können auf das Rauchen zurückgeführt werden. 23,3 % der 18- bis 64-jährigen Bevölkerung rauchen und weitere 11 % sind hierzulande regelmäßig einer Passivrauch­belastung ausgesetzt. Zu den Tabakrauch-assoziierten Malignomen zählen Karzinome der Mundhöhle, der Nase, der Nebenhöhlen, des Pharynx, des Larynx, der Lunge, des Ösophagus, des Magens, des Pankreas, der Leber, der Gallenwege, des Dickdarms, der Nieren, der Ureteren, der Harnblase, der Zervix und der Eierstöcke sowie Leukämien. Bei stattgehabter Tabakexposition soll den Betroffenen frühzeitig zu etablierten Krebsfrüh­erkennungsmaßnahmen geraten werden. Rauchern soll eine professionelle Tabakentwöhnung angeboten werden. Das tabakbedingte Krebsrisiko wird durch den Rauchstopp effektiv und zeitabhängig gesenkt.

Topics & Concepts

GynecologyMedicineLung Cancer Diagnosis and TreatmentHead and Neck Cancer StudiesEsophageal Cancer Research and Treatment
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