Teerfarben‐basierte Koordinationskäfige und ‐helikate
Irene Regeni, Bin Chen, Marina Frank, Ananya Baksi, Julian J. Holstein, Guido H. Clever
Abstract
Abstract Wir berichten über den Einbau klassischer Teerfarben (Michlers Keton, Methylen Blau, Rhodamin B und Kristallviolett) in selbstassemblierte Strukturen der Formel [Pd 2 L 4 ]. Die Chromophore wurden unter Verwendung von Piperazin‐Linkern in bis‐monodentate Liganden integriert. Dies erlaubt die Erhaltung der für die intensive Farbgebung verantwortlichen auxochromen Dialkylamin‐Funktionen. Liganden mit Pyridin‐Donoren bilden laternenförmige dinukleare Käfige, während Chinolin‐Donoren stark gewundene [Pd 2 L 4 ]‐Helikate ergeben. In einem Fall konnte mittels Röntgenstrukturanalyse eine [Pd 3 L 6 ]‐Ringstruktur im Festkörper nachgewiesen werden. Für neun untersuchte Derivate, in Farben von Gelb bis Dunkelviolett, konnte mittels CD‐Spektroskopie chirale Induktion durch einen enantiomerenreinen Gast gezeigt werden. Ionenmobilitäts‐Massenspektrometrie erlaubt die Unterscheidung zweier Bindungsmodi. Nanostrukturen basierend auf dieser neuen Ligandenklasse versprechen Anwendungen in chiropitscher Erkennung, Photo‐Redox‐Katalyse und funktionalen Materialien.