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C‐H‐Bindungsaktivierung durch einen Imidocobalt(III)‐ und den resultierenden Amidocobalt(II)‐Komplex

Alexander Reckziegel, Clemens Pietzonka, Florian Kraus, C. Gunnar Werncke

2020Angewandte Chemie18 citationsDOIOpen Access PDF

Abstract

Abstract Der 3d‐Metall‐vermittelte Nitrentransfer ist Gegenstand intensiver Forschung aufgrund seines Potentials als atomökonomischer und umweltfreundlicher Ansatz zur direkten Aminierung (un)funktionalisierter C‐H‐Bindungen. Wir berichten nun über die Isolierung und Charakterisierung eines selten trigonalen Imidocobalt(III)‐Komplexes mit einer sehr langen Cobalt‐Imid‐Bindung. Er kann auf intermolekularer Weise, präzedenzlos für Imidocobaltkomplexe, starke C‐H‐Bindungen mit einer Bindungsdissoziationsenergie von bis zu 92 kcal mol −1 spalten. Dies resultiert in dem Amidocobalt(II)‐Komplex [Co(hmds) 2 (NH t Bu)] − . Kinetische Studien diesbezüglich deuten auf einen H‐Atomtransfer‐Mechanismus. Erstaunlicherweise ist das Cobalt(II)amid in Abhängigkeit des Substrats auch in der Lage, die H‐Atomabstraktion oder einen schrittweisen Protonen‐/Elektronentransfer durchzuführen. Eine cobaltkatalysierte Substratdehydrogenierung unter Verwendung eines Organoazids wird gezeigt.

Topics & Concepts

ChemistryMedicinal chemistrySynthesis and Catalytic ReactionsCatalytic C–H Functionalization MethodsAsymmetric Hydrogenation and Catalysis
C‐H‐Bindungsaktivierung durch einen Imidocobalt(III)‐ und den resultierenden Amidocobalt(II)‐Komplex | Litcius